Post von Landrat Dr. Andreas Coenen und Bürgermeister Christian Pakusch

Post von Landrat Dr. Andreas Coenen und Bürgermeister Christian Pakusch

Förderung für Glasfaserausbau Graue Flecken

Kreis Viersen/Stadt Willich · Wie bereits berichtet geht es bald mit der „Grauen Flecken Förderung“ – dann auch bei uns in der Stadt Willich – los. Anders als beim privatwirtschaftlichen Ausbau gibt es hier keine Nachfragebündelung und es ist keine bestimmt Teilnehmer-Quote vorgeschrieben, die erreicht werden muss.

Von einigen Nachbarn, die im Zuge dieser Fördermaßnahme angeschlossen werden können, haben wir erfahren, dass  dazu mittlerweile Briefpost, unterschrieben von Landrat Dr. Andreas Coenen und Bürgermeister Christian Pakusch, eingegangen ist. Damit sollen alle Förderadressen der Stadt Willich informiert werden. 

 
 
 
 
 

Beauftragtes/ausführendes Unternehmen ist MUENET GLASFASER. Auf deren Homepage gibt weitere Informationen rund um das geplante Projekt. 

 

 

 

Post von Landrat Dr. Andreas Coenen und Bürgermeister Christian Pakusch

Förderbescheid für Glasfaserausbau

Förderung für Glasfaserausbau Graue Flecken

Kreis Viersen · Der Kreis Viersen erhält als einer der ersten Antragsteller den Förderbescheid für den Ausbau von etwa 3.300 Glasfaseranschlüssen im Rahmen des Graue-Flecken-Förderprogramms in Höhe von rund 17 Mio. Euro. Eine Kooperationsvereinbarung mit Muenet GmbH wurde geschlossen.

Im vergangenen Jahr ist nach dem vorläufigen Förderbescheid die europaweite Ausschreibung durchgeführt und mit den Angebotsergebnissen der finale Förderbescheid beantragt worden, der nun bewilligt worden ist.

Neben der Bundesförderung erhält der Kreis Viersen auch eine Co-Finanzierung durch das Land in Höhe von weiteren 30 Prozent. Den verbleibenden Eigenanteil von 20 Prozent tragen die Kommunen.

Das Volumen des geförderten Glasfaserausbaus beläuft sich auf insgesamt 32,5 Mio. Euro und ist somit erneut eins der größten Infrastrukturprojekte des Kreises Viersen.

Mit diesem Programm werden die bislang unterversorgten Adressen im Kreisgebiet erschlossen. Damit wird ein weiterer wichtiger Schritt zur Schließung bestehender Versorgungslücken getan. Am Ende werden weitestgehend alle Adressen im Kreisgebiet gigabitfähig sein. Der Glasfaserausbau soll noch im Jahr 2025 beginnen.

„Mit der Umsetzung des Förderprogramms bringen wir die digitale Infrastruktur in unserem Kreis entscheidend weiter voran. Eine leistungsfähige Internetanbindung ist heutzutage für alle essenziell. Unternehmen und Bildungseinrichtungen benötigen eine gut funktionierende digitale Infrastruktur ebenso wie private Haushalte. Ich bin froh, dass wir mit der Muenet GmbH einen erfahrenen Partner in Sachen Glasfaserausbau gewinnen konnten“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen.

Der Kreis Viersen hatte zuvor ein europaweites Ausschreibungsverfahren durchgeführt, aus dem die Muenet GmbH als Gewinner hervorgegangen ist. Das Unternehmen wird in den kommenden zwei Jahren den Glasfaserausbau in den bislang unterversorgten Gebieten vorantreiben.

„Wir sind stolz darauf, den Zuschlag für dieses bedeutende Infrastrukturprojekt erhalten zu haben. Unser Ziel ist es, den Menschen im Kreis Viersen eine zukunftssichere Breitbandversorgung zu bieten“, betonte Denis Ebbing von der Muenet GmbH.

Der Ausbau erfolgt im Rahmen des „Graue-Flecken-Förderprogramms“, mit dem der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen gezielt Regionen mit unzureichender Internetversorgung unterstützen. „Der Glasfaserausbau ist eine Investition in die Zukunft. Er schafft die Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung und verbessert die Lebensqualität im Kreis Viersen erheblich“, ergänzt Rainer Röder, Dezernent für Planen, Bauen und Umwelt des Kreises Viersen.

Der Kreis Viersen koordiniert und realisiert das Projekt als Dienstleister für die kreisangehörigen Kommunen. Christian Böker, Leiter des Amtes für digitale Infrastruktur und Verkehrsanlagen erklärt: „Die Bauarbeiten sollen Mitte 2025 starten und schrittweise in den nächsten zweieinhalb Jahren umgesetzt werden. Bewohnerinnen und Bewohner sowie Unternehmen in den betroffenen Gebieten werden rechtzeitig über die nächsten Schritte informiert.“

Quelle: https://www.extra-tipp-am-sonntag.de/viersen/foerderbescheid-fuer-ausbau-von-etwa-3300-glasfaseranschluessen_aid-124131069

 

Die Graue Flecken Fördermaßnahme: Was ist das ?

Die Graue Flecken Fördermaßnahme: Was ist das ?

 

Förderanträge zur Unterstützung des Gigabitausbaus können im Graue-Flecken-Förderprogramm von Kommunen, Landkreisen, kommunalen Zweckverbänden und Gebietskörperschaften sowie Unternehmen in ausschließlich öffentlicher Trägerschaft gestellt werden.

Alle Anschlüsse, denen im Download weniger als 100 Mbit/s zuverlässig zur Verfügung stehen (sogenannte graue Flecken), sind förderfähig.

Ab 2023 gibt der beihilferechtliche Rahmen die Möglichkeit, ohne Aufgreifschwelle auch Haushalte zu fördern, die bereits mit 100 Mbit/s versorgt sind. Das Gigabit-Förderprogramm ist damit europaweit einzigartig.

Schulen, Krankenhäuser, Gewerbegebiete, Verkehrsknotenpunkte, Behörden sowie kleine und mittlere Unternehmen, sind unabhängig von der Aufgreifschwelle grundsätzlich förderfähig, solange sie noch nicht gigabitfähig erschlossen wurden oder im Download weniger als 500 Mbit/s zuverlässig zur Verfügung stehen. Die örtlich verfügbare Datenrate ist im Breitbandatlas hinterlegt.

Der Kreis Viersen bündelt die Breitbandkoordination für alle neun kreisangehörigen Kommunen auf Kreisebene. 2018 wurde extra ein neues Amt für digitale Infrastruktur und Verkehrsanlagen geschaffen, welches sich neben dem geförderten Festnetzausbau auch mit Mobilfunk und IoT- Funknetzausbau beschäftigt. Der Kreis Viersen will in enger Zusammenarbeit mit den neun kreisangehörigen Städten und Gemeinden die Gigabitstrategie des Bundes umsetzen. Eines der größten Förderprojekte wurde Anfang 2022 erfolgreich umgesetzt. Mit dem geförderten Ausbau der „Weißen Flecken“ im Kreisgebiet wurden knapp 4.000 Adressen, die weniger als 30 Mbit/s zur Verfügung hatten, an ein Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen. Hierfür wurden rund 1.500 Km Glasfaserkabel in die Erde gebracht. Das Projekt hatte ein Fördervolumen von rund 43 Millionen Euro. Bei uns in der Stadt Willich konnten rund 450 Anschlüsse als  „Weißen Flecken“ berücksichtigt werden.

Die Bundesregierung möchte bis Ende 2030 in allen Wohneinheiten Glasfaser bis Gebäude ermöglichen. Zu diesem Zweck wurde das bestehende Förderprogramm um eine weitere Ausbaustufe erweitert. Mit dem sogenannten „Graue Flecken Programm sollen alle Adressen von einem geförderten Ausbau profitieren, die derzeit über keinen Glasfaseranschluss oder Kabelanschluss verfügen. Der Förderaufruf wird voraussichtlich Anfang oder Mitte 2023 erwartet. Hier bereitet sich der Kreis bereits intensiv vor.

 

PoP für Weiße Flecken Netz in Anrath

PoP für Weiße Flecken Netz in Anrath

Einer von zwei „PoP“s (Point of Presense) für den Förderausbau in unserer Stadt steht in Anrath, Neersener Straße/Donkweg. So ein Knotenpunkt ist die „Zentrale“ der Technik. Dort werden alle Anschlüsse für diesen Bereich versorgt. Der in Anrath ist von innen noch nicht bestückt. Im Bild zu sehen ist das Innenleben des PoP in Neersen. Die Aufnahme entstand ziemlich am Anfang der Aktivierungsphase. Fertige Anschlüsse sind mit dem gelben LWL (Lichtwellenleiter) verbunden. Über diese freien, kleinen, weißen Buchsen werden jeweils ein Anschluss versorgt. Das ist das geniale an dieser FTTH Technik. Jeder Anschluss bekommt seine eigene Glasfaser, sein eigenes Licht. Niemand – auch nicht zu Stoßzeiten – mindert die bestellte/bezahlte Leistung. Es gibt kein „bis zu“ …

Weiße Flecken – alle unter 30 Mbits …

Weiße Flecken – alle unter 30 Mbits …

Am 11.04.2016 wird der Grundstein zur Teilnahme am Förderausbau „Weiße Flecken“ gelegt. Hier werden alle unterversorgten (unter 30 MBits über Festnetz) Anschlüsse berücksichtigt.
Vorteil des geförderten Ausbau: Es wird keine – wie im privatwirtschaftlichen Netzausbau üblich – Teilnehmerquote von 40 % benötigt. Das FTTH-Glasfasernetz wird mit über 700 km Versorgungsleitungen kreisweit und so auch in unserer Stadt Willich gebaut. Die Förderung durch den Bund und das Land sorgt dafür, dass nun auch Gegenden, die diese Quote nicht erfüllen konnten oder aufgrund zu geringer Besiedlung für einen Ausbau nicht wirtschaftlich attraktiv erscheinen, an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Durch die Förderung sollen die Haushalte mit einem leistungsfähigen Glasfaseranschluss versehen werden, die bisher nur mit maximal 30 Mbit/s versorgt werden und wo von Seiten der Telekommunikationsunternehmen kein eigenwirtschaftlicher Ausbau in absehbarer Zeit geplant ist.
Erwartete Fortschritte in den Gebieten stehen im Bauzeitenplan.
.. und hier der tatsächliche Bauverlauf